Aktiv im Wildbienen Schaugarten

wivena GmbH wildBee Einsatz Schild

Wir pflegen gemeinsam mit wildBee.ch ihren Schaugarten in Leutwil. Kurz vor Frühlingsbeginn durfte nun das ganze wivena Team zusammen mit Deborah von wildBee.ch im Garten wirken.

Einen Tag vorher lag noch Schnee. Deshalb waren wir sehr froh, dass an unserem ersten gemeinsamen Einsatz im Schaugarten von wildBee.ch die Sonne schien. Wir hatten einen super Tag, waren voller Tatendrang und konnten einige agile Osmia cornuta beobachten.

Zusammen mit Deborah von wildBee.ch haben wir Beete gesäubert, Pflanzen wie Salvia sclarea, Lythrum salicaria, Knautia dipsacifolia, Cephalaria gigantea und Digitalis lanata u.a. gesetzt, Weiden und Stachys byzantina verpflanzt und Wildlinge gerupft.

Im Vorfeld hat Dominique ein Wiesenbord von einem konkurrenzstarken Gras befreit und an unserem Aktionstag Sand darin eingearbeitet. Das Bord ist ein sehr beliebter Nistplatz bei erdnistenden Sandbienen.

Im Wildbienen Schaugarten von wildBee.ch wurden bis jetzt über 30 verschiedene Wildbienenarten beobachtet. Unter anderem Stahlblaue Mauerbiene (Osmia caerulescens), Knautien-Sandbiene (Andrena hattorfiana), Gelbbindige Furchenbiene (Halictus scabiosae), Kleine Glockenblumen-Scherenbiene (Chelostoma campanularum) und die Reseden-Maskenbiene (Hylaeus signatus).

wivena GmbH wildBee Einsatz Salvia sclarea
Salvia sclarea – Muskatellersalbei ist eine zweijährige Staude, die beispielsweise bei der Grossen Holzbiene – Xylocopa violacea sehr beliebt ist.

Weitere Bewohner des Gartens sind Wespen wie die Goldwespe, Fliegen wie der Wollschweber, Falter wie der Rotschwanz, Käfer wie der Zottige Bienenkäfer, Schnecken wie die Tigerschnecke, Libellen wie die Sibirische Winterlibelle, Heuschrecken und Grillen wie der Nachtigall-Grashüpfer, Spinnen wie die Fischernetzspinnen, Amphibien wie der Feuersalamander, Reptilien wie die Blindschleiche, Säugetiere wie das Hermelin und Vögel wie der Hausrotschwanz. Der gesamte Artenbestand des Gartens ist hier aufgeführt.

wivena GmbH wildBee Einsatz Viburnum x bodnantense
Ein wunderschön blühender Duftschneeball – Viburnum x bodnantense. Der Strauch ist eine Kreuzung aus zwei Schneeballarten (V. farreri und V. fragrans), duftet intensiv-angenehm und hat eine hochwinterliche und sehr lange Blütezeit. Oft blüht er bereits im Dezember und die letzten Blüten fallen je nach Witterungsverlauf erst im März oder April ab. Sobald es einen Tag frühlingshaft wird, besuchen ihn die ersten Insekten.

Wir konnten Deborah einige Pflanzentipps geben und haben ganz viele Ideen angedacht. Es war ein erfolgreicher Tag, der uns wieder mal bestätigt hat, dass Arbeiten an der frischen Luft rote Backen gibt, das Herz erfreut und engagierte Menschen sich zusammentun sollten. Für die Natur – für die Menschen.

Laub im Garten ruhig liegenlassen

wivena GmbH Laub rechen

Der Herbst ist für viele Gärtnernde ein Krampf. Bäume und Sträucher werfen ihre Blätter ab und je nachdem weiss man gar nicht mehr wohin mit all dem Laub. Dabei ist Laub äusserst wertvoll für einen vielfältigen und vitalen Garten. Denn Laub ist ein natürlicher Winterschutz für Fauna und Flora sowie ein natürlicher Nährstofflieferant.

Das Laub insbesondere unter Sträuchern und Bäumen liegenlassen. So ist der Boden geschützt, Tiere finden einen Unterschlupf und das im Frühling zersetzte Laub liefert wertvolle Nährstoffe.

Winterschutz und Nährstofflieferant

Das Laub fällt und fällt. Man harkt, kehrt, sammelt ein und kaum ist man fertig, geht das Ganze wieder von vorn los. Deshalb ist der Herbst für viele Gärtnernde ein Krampf. Dabei ist Laub keine lästige Begleiterscheinung des Herbstes, sondern äusserst wertvoll für einen vielfältigen und vitalen Garten. Denn Laub bietet Fauna und Flora einen wirkungsvollen Winterschutz und ist zudem ein natürlicher Nährstofflieferant.

Im Garten können wir das Laub also getrost liegenlassen, beispielsweise in Form eines Laubhaufens in einer ungestörten Gartenecke. Das hat gleich mehrere Vorteile. Denn ein Laubhaufen belebt den Garten im wahrsten Sinne des Wortes.

Wird das Laub auf Beeten und unter Bäumen verteilt, finden dort Spinnen, Käfer, Molche, Regenwürmer, Raupen und Falter einen Unterschlupf. Nach dem Winter bauen unzählige Lebewesen das Laub ab und wandeln es in wertvollen Humus um. Damit bleiben die Nährstoffe im Garten und im natürlichen Kreislauf.

Gemütlicher Unterschlupf für Igel und Co.

So sind Laubhaufen beispielsweise für Igel und Larven vieler Schmetterlinge ein idealer Ort zum Überwintern, denn das Laub isoliert und bietet damit einen gemütlichen Unterschlupf. Auch andere Insekten überwintern darin. Wird das Laub auf Beeten und unter Bäumen verteilt, finden dort Spinnen, Käfer, Molche, Regenwürmer, Raupen und Falter einen Unterschlupf. Nach dem Winter bauen unzählige Lebewesen das Laub ab und wandeln es in wertvollen Humus um. Damit bleiben die Nährstoffe im Garten und im natürlichen Kreislauf.

Laubhaufen sind beispielsweise für Igel und Larven vieler Schmetterlinge ein idealer Ort zum Überwintern, denn das Laub isoliert und bietet damit einen gemütlichen Unterschlupf.

Laub kompostieren

Falls der Platz im Garten für einen grosszügigen Laub- oder Reisighaufen fehlt, kann das Laub auch auf den Komposthaufen gegeben werden. So wird es natürlich recycelt und kann im nächsten Frühjahr als wertvoller Kompost wieder auf die Beete ausgebracht werden. Wichtig ist, das Laub mit Besen und Rechen aufzunehmen oder das Laub insbesondere unter Sträuchern und Bäumen liegen zu lassen. Auf Laubbläser sollte man verzichten. Sie stossen Abgase aus, machen Lärm und zerstückeln millionenfach Kleinstlebewesen wie Käfer, Spinnen, Tausendfüsser, Asseln und Amphibien.

Falls der Platz im Garten für einen grosszügigen Laub- oder Reisighaufen fehlt, kann das Laub auch auf den Komposthaufen gegeben werden. So wird es natürlich recycelt und kann im nächsten Frühjahr als wertvoller Kompost wieder auf die Beete ausgebracht werden.

Tipps zu Laub im Garten

Möchte man seinem Garten etwas Gutes tun, sollte man das Laub also nicht einfach entsorgen, sondern:

  • Laubhaufen als Winterquartier für Igel und Insekten aufschichten
  • Laub zusammen mit anderen Gartenabfällen kompostieren, denn daraus entsteht wertvoller Humus
  • Beete und unter Gehölzen mit Laub mulchen, das schont den Boden und dient Tieren wie Erdkröten und Faltern als Überwinterungsort
  • Laub als Frostschutz für Gehölze, Kübelpflanzen und empfindliche Gartenpflanzen nutzen

Stauden schneiden, aber wie?

Gartenschere wivena GmbH

Der Herbst kommt und das Thema Staudenschnitt wird wieder aktuell. Wann ist der beste Zeitpunkt und wie muss ich vorgehen?

Lebensbereiche, Pflanzengemeinschaften, wie auch artspezifische Merkmale müssen berücksichtigt werden, d.h ein Echter Alant benötigt eine andere Pflege, wie das auf eher nährstoffarmen Böden vorkommende Rosmarin-Weidenröschen. Es sollte jedoch auch auf ruderalen oder alpinen Beeten nicht zu säuberlich vorgegangen werden, primär aus ökologischen Gründen, zusätzlich ist ein leichter Nährstoffeintrag auch für die Schlanken notwendig. Da aber oftmals Pflanzen mit unterschiedlichen Ansprüchen Nachbarn werden, sollte man sich vor den „Aufräumarbeiten“ mit ihren individuellen Ansprüchen auseinandersetzen.

Helianthemum Lawson's Pink
Das Sonnenröschen (hier im Bild Helianthemum Lawrenson’s Pink) darf nach der Hauptblüte geschnitten werden. Auf diese Weise wird das Verkahlen verhindert und das Wachstum gefördert. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Luftzirkulation innerhalb des Halbstrauches verbessert wird. Das macht es Pilzen schwer, sich zu vermehren.

Arten, welche eher nährstoffarme und durchlässige Böden bevorzugen, können, nachdem die Assimilate die Wurzel erreicht haben (die oberirdischen Pflanzenteile welken), gut vor dem Winter zurückgeschnitten werden. Abgestorbene Pflanzenteile die sich um die Rosette oder den Horst befinden, fördern Winternässe und darauffolgendes Absterben. Dieses Problem ist auf unsere Gartenböden zurückzuführen, am Naturstandort reguliert es sich.

Die „Winterhärte“ spielt natürlich auch eine wichtige Rolle, Exoten werden in den ersten Jahren mit Reisig, Stroh oder Schilf abgedeckt. Kompost, Laub und Pflanzenteile usw. sind kontraproduktiv.

Ysop wivena GmbH
Der Ysop, ein naher Verwandter von Thymian, Salbei und anderen Lippenblütern, ist hierzulande vorwiegend als Würzkraut bekannt. Er ist sehr beliebt bei Insekten aller Art, vor allem Schmetterlinge und Bienen mögen ihn sehr. Als verholzender Zwergstrauch darf er nach der Blüte zurückgeschnitten werden. Im Frühling kann auch ein zweiter, tieferer Schnitt erfolgen.

Dennoch ist es in der Regel empfehlenswert, im Frühjahr vor dem Austrieb solche Pflegeeinsätze vorzunehmen. Wintervögel freuen sich während der Vegetationsruhe über die Samenstände, Säuger und andere Landwirbeltiere finden Nahrung und die Insekten/Spinnentiere verharren unter abgestorbenem Pflanzenmaterial.

Also mit Bedacht und Rücksicht „aufräumen“, so kann man sich im nächsten Jahr wieder über gesunde Pflanzen freuen.

TIPP: Grundsätzlich sollte die Gartenschere nach jedem Gebrauch kurz gereinigt werden. Das beugt Rost vor und verhindert zudem, dass mit der Schere Pflanzenkrankheiten verbreitet werden. Nach dem Spülen mit Wasser ölt man die Druckfeder und den Bereich zwischen der Klinge und der Gegenklinge ein. Geeignet sind gutes Werkzeugöl oder auch Pflanzenöl.

Im Winter kann die Gartenschere komplett auseinandergenommen werden, um sie gründlich zu reinigen. Benötigt werden: Werkzeugöl und/oder Fett, Schleifstein, Schraubenschlüssel/Gabelschlüssel verschiedener Grössen, Schraubenzieher, Stahlwolle, Lappen.

Damit am Schluss das Zusammensetzen der Schere nicht zum Puzzlespiel wird, die Einzelteile beim Abmontieren schön nebeneinander legen, am besten von links nach rechts auf den Tisch.